Alles so leicht von Meg Haston

alles so leicht von Meg Haston ist ein Erfolg im Bereich der Jugendliteratur. IMG_2059 (2)Als ich das Buch zugeschickt bekam, die erste Seite aufschlug und anfing zu lesen, dachte ich mir: ‚Was hast du dir da ausgesucht? Ein Buch, was so ein schwieriges Thema behandelt.‘ Zeitweise habe ich überlegt, Carlsen eine Entschuldigung zu schreiben, dass ich das Buch nicht lesen könne. Dass ich schlicht und ergreifend gar keine Kraft habe, dieses Buch zu lesen. Doch ich zwang mich immer weiter und weiter. Als wir nach Frankfurt gefahren sind, habe ich mir gesagt: ‚Anna, wenn du in der Messe die Bilder am Carlsenstand machen willst, musst du es vorher gelesen haben.‘ Ich habe mich also zusammen gerissen und gelesen und je weiter ich in der Geschichte vorgedrungen bin, desto mehr wollte ich es lesen. Ich hatte eine Heidenangst und da war ich nicht allein. Wir waren nun schon zu zweit und haben überlegt, wie wir am besten rezensieren können, ohne zu viel zu verraten. Ich habe meine Planung über Board geworfen und verfasse nun diesen Text.

Stevie (die Protagonistin des Buches) musste in ihrem früheren Leben einige Tiefschläge erleiden und wollte nicht mehr Leben, so schön, so gut. Als sie dem Datum, an dem sie tot sein wollte immer näher kommt, wird sie von ihrem Vater in ein Therapiezentrum geschickt. Sie kapselt sich immer weiter ab und auch ihre „Seelenklemptnerin“, die sie immer SK nennt, kommt nicht an sie heran. Doch irgendwann findet sie einen ganz bestimmten Draht zu Stevie. Sie konnte ihr Ziel zwar nicht mehr so erreichen, wie sie zu Anfang wollte, doch sie hatte andere Pläne. Durch einen tragischen Vorfall merkt sie erst, was dass Leben Wert ist. Man bekommt wenige Einblicke in das alte Leben von ihr. Ich finde es außerdem gut, dass nicht der Alltag des Therapiezentrums beschrieben wird, sondern dass es von Stevie aus geht. Wir sehen/lesen nur dass, was Stevie sieht und bemerkt. Etwas anderes bekommen wir nicht mit. Wir lernen nur Leute kennen, mit denen sie etwas zu tun hat. Egal ob sie von anderem Personal durch ihre Mitbewohner erfährt oder es ihr eigenes Team ist. Wir erleben das innere eines gebrochenen Mädchens, was keinen Sinn mehr im Leben sieht. Meg Haston zeigt uns so Menschen, wie sie mittlerweile viel zu häufig auf der Welt auftreten, zerstört. Sie zeigt uns auf, wie kaputt ein Körper und die dazugehörige Seele sein kann und bringt uns die Folgen und die „Medizin“ näher. Ich gebe dem Buch 5 von 5 Punkten, für das Werk, was jeden verändert.

Für ein Publikum ab 15 finde ich es geeignet, da an sich schon sehr schwierige Situationen vorkommen, die meistens vorher noch nicht richtig verarbeitet und vollends aufgenommen werden können.

„Akzeptanz bedeutet nicht, dass du etwas gut finden oder dass du dich damit wohlfühlst. Aber es bedeutet, dass du es als das anerkennst, was es ist.“  ‚alles so leicht‘

„Die Last sämtlicher Teile: […] Sie ist so schwer, dass ich weiß: Ich bin hier. Ich bin am Leben.“  ‚alles so leicht‘

‚Manchmal muss man ins kalte Wasser geworfen werden um die Welt zu erkennen.‘  ‚annasweltderbuecher‘

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